Ratgeber für Hochstühle (Highchair Advisor)
Tischplatten und Hochstühle
Wenn Sie sich an den Tisch setzen, um zu essen, benutzen Sie keine gesonderte Tischplatte, warum also sollte Ihr Kind dies tun? Die meisten Hochstühle besitzen eine separate Tischplatte für Ihr Kind, aber durch diese Tischplatte wird Ihr Kind von dem Tisch isoliert, an dem Sie essen, spielen, reden und arbeiten.
Ihr Kind lernt durch das Sehen und Beobachten und durch die Interaktion mit Ihnen. Der beste und natürlichste Platz für diese Interaktion ist der Esstisch. Ob man isst, spielt oder miteinander spricht, der Esstisch ist für jede Familie der zentrale Interaktionspunkt. Im Grunde dient die Tischplatte des Hochstuhls als separater Tisch für Ihr Kind, was die Interaktion reduzieren kann, da die Tischplatte Distanz zum Esstisch erzeugt und einen persönlichen Tisch für Ihr Kind darstellt. Einen Tisch, den Ihr Kind nicht mit Ihnen teilen kann.
Aus der Forschung wissen wir, dass "das gemeinsame Abendessen mit der Familie die ideale Situation für die Sprachentwicklung und die Entfaltung sozialer Fähigkeiten ist." (Tarkan 2005). "Kinder, die mit ihrer Familie zu Abend essen, entwickeln im späteren Leben bessere Essgewohnheiten" (Eisenberg, et al. 2004).
Es war ein lange beliebtes Missverständnis, dass der wahre Wert der Tischplatte am Hochstuhl die Reduzierung des Durcheinanders während der Mahlzeiten sei. Da Ihr Kind jedoch weiter vom Tisch entfernt sitzt und stärker von Ihnen isoliert ist, wird es zunehmend aufgeregt sein und Aufmerksamkeit verlangen, was zu mehr Lärm, Unordnung und herunterfallendem Essen führt.
Aus diesem Grund ist der Hochstuhl Tripp Trapp von Stokke nicht mit einer Tischplatte ausgestattet. Denn schließlich ist der Esstisch die beste Tischplatte, die Ihr Kind jemals haben wird.
Quellen/Literaturangaben:
Marla E. Eisenberg, et al, "Correlations Between Family Meals and Psychosocial Well-being Among Adolescents." (Korrelationen zwischen Familienmahlzeiten und psychosozialem Wohlbefinden unter Heranwachsenden) The Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine, 158: 792-796 (2004).
Tarkan, Laurie. “Benefits of the Dinner Table Ritual.” (Vorteile des Rituals 'Abendessen') The New York Times, May 3, 2005; via www.bridges4kids.org
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